Das Wort unter Sportlern

VC Bitterfeld-Wolfen gewinnt letztes Saisonheimspiel

 

Von Christian Kattner

 

Da stand Darko Despotovic nun und wusste im ersten Moment nicht so recht, was er nun tun soll. Mit der Mannschaft, die gerade die ersten beiden Sätze gewonnen hatte, unbedingt auf die vollen drei Punkte spielen oder den deutlichen Sieg eventuell in Gefahr bringen, dafür aber auch den anderen Spielern Einsatzzeiten geben. Zum Glück hatte der Trainer des VC Bitterfeld-Wolfen aber zehn Minuten Pause und somit etwas mehr Zeit für eine Entscheidung. Und diese war auf dem Feld in der Sporthalle Wolfen-Krondorf zu sehen. “Ich stand da vor einem Dilemma, aber ich habe dann lieber alle spielen lassen“, sagte Despotovic zu seiner veränderten Aufstellung. Mit dieser gab der VC Bitterfeld-Wolfen zwar die folgenden beiden Sätze ab, gewann aber gegen den FC Schüttorf mit 3:2.

Dabei hatte es in den ersten beiden Durchgängen des letzten Heimspiels der Saison sogar nach einem deutlicheren Erfolg ausgesehen. Der VC Bitterfeld-Wolfen, der bereits in diesem Spiel seinen dritten Platz in der 2. Bundesliga Nord sichern konnte, trat dominant auf. Schon am Vortag hatte die Gäste beim CV Mitteldeutschland spielen und sich mit 1:3 geschlagen geben müssen. Damit konnte das zweite Team aus Sachsen-Anhalt bereits am Sonnabend vorzeitig den Gewinn der Meisterschaft feiern, während die Schüttorfer im Abstiegskampf keine weiteren Punkte einfahren konnten. Denn genau dort sind aktuell noch sechs Teams nur durch wenige Punkte getrennt, drei davon müssen absteigen.

Doch auch in Wolfen sah es nicht so aus, als sollten die Schüttorfer punkten können. Mit 25:21 und 25:19 gingen die ersten beiden Sätze an die Gastgeber. Aber dann entschied sich Darko Despotovic eben für mehrere Wechsel. “Sie haben das gar nicht schlecht gemacht“, sagte der Trainer. Lediglich Maximilian Schmidt hatte im Zuspiel ein paar Probleme. “Aber das ist ja nicht schlimm, er ist ja noch jung“, so der Trainer. Nachdem der dritte Satz mit 20:25 verloren ging, musste der VC auch den vierten Abschnitt knapp mit 25:27 abgeben. Doch der VC Bitterfeld-Wolfen wollte das letzte Heimspiel der Saison nicht verlieren und gewann den fünften Satz mit 15:11.

Mit einem 3:2-Sieg, zwei Punkten und dem dritten Platz in der 2. Bundesliga Nord verabschiedeten sich Spieler und Trainer von den Zuschauern. Welche Spieler in der kommenden Saison zu sehen sein werden, wird sich in den nächsten Wochen ergeben. Darko Despotovic wird sehr sicher auch in der Spielzeit 2017/18 an der Seitenlinie stehen. “Wir haben uns das Wort und die Hand gegeben, das zählt unter Sportlern“, sagt der Trainer.

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Quelle: http://www.mz-web.de

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