Gegen VC Olympia: TOP gegen Moers : FLOP

Das der  Wille Berge versetzen kann,  zeigten die Spieler des VC Bitterfeld-Wolfen in einem fünf- Satz Krimi gegen den Tabellenführer VC Olympia Berlin mit dem 3:2 Sieg

Wie schon im Titel recht deutlich beschrieben wird man beim Volleyball zum Glück immer wieder überrascht. Bestes  Beispiel waren die beiden Heimspiele gegen den VC Olympia Berlin und Aufsteiger Moerser SC, denn sie spiegeln eigentlich alles wieder was Volleyball so faszinierend macht.

Der VC Olympia reiste als Tabellenführer mit breiter Brust nach Wolfen. Die im Schnitt 18 jährigen Spieler hatten bis dato nur zwei Spiele und das denkbar knapp mit 2:3 verloren. Entsprechend selbstbewusst  begannen sie im ersten Satz. Trainer Darko Despotovic ließ auf Diagonal Marian Hrusik beginnen. Ansonsten spielte das Team wie zuletzt mit Travis Hudson(Z), Renè Menzel und Paul Eisel (AA) sowie Sam Alves und John Pranger auf Mitte. Die Libero Position nahm wie immer Michael Haßmann ein. Den ersten Satz spulten die Talente aus Berlin souverän und routiniert herunter und sicherten sich Satz 1 mit 25:20. Was danach folgte kann man Volleyball auf hohem 2.Bundesliganiveau bezeichnen. Was dann passierte überraschte alle Zuschauer. Die Spieler vom VC Bitterfeld-Wolfen steigerten sich zu ihrer besten Saisonleistung. Der VC Olympia Berlin spielte keineswegs schlechter aber der Gastgeber spielt nun das hohe Niveau mit. Unglaubliche Ballwechsel und endlich schaffte es der VC einmal durchgängig mit der Aufgabe Druck zu machen, 25:22 Satzausgleich. Offener Schlagabtausch im dritten Satz  bis zum 22:22. Dann gelangen Berlin drei Punkte in Folge und so die 2:1 Satzführung. Imponierend der Kampfgeist der Gastgeber. Allen voran Libero Michael Haßmann. Dass er seine Bälle in der Annahme stetig gut zum Zuspieler bekommt ist man ja schon von ihm gewohnt. Ich kenne Michael Haßmann als Spieler seit 2001 und behaupte einfach mal, dass er in der Abwehr das bisher beste Spiel seiner bisherigen Bundesligakarriere machte

Tolle Reflexe und erlaufene Bälle brachten ihm zu Recht den Titel als MVP ein. Spannend der vierte Satz mit dem 25:23 zum 2:2 Satzausgleich. Zwingend der beginn im fünften Satz und beim 8:3 wurden die Seiten gewechselt. Nun kämpfte der VC Olympia nervenstark und kam auf 9:8 heran. Wieder einmal war es Travis Hudson der im Aufschlag den Grundstein zur 14:9 Führung schaffte. Als Kapitän Renè Menzel den letzten Ball versenkte war eine kleine Sensation geschafft. Es wird den im Schnitt 18 jährigen Spielern wenig Trost gewesen sein, hier als Favorit gehandelt zu werden, denn die Enttäuschung nach dem Spiel war allen deutlich anzusehen. Alle waren sich einig, dass der VC Bitterfeld- Wolfen ein phänomenales Spiel gezeigt hatte. Es waren nicht nur ein oder zwei Spieler gut, nein alle spielten so gut dass sie sich den MVP Titel verdient hätten.

Nun gab es natürlich die Hoffnung am Tag darauf gegen Moers nachlegen zu können. Da Spiel ist aber schnell zusammengefasst. Nach so einem so intensiven Spiel reicht ein Tag nicht aus um den Akku wieder aufzuladen. Kein Spieler errichte im Ansatz die Form des Vortages. Der Wille war da aber die Moerser spielten gut und hatten vor allem einen guten Block. Nach zwei doch deutlichen Sätzen für Moers mit 25:21 und 25:18 reagierte Darko Despotovic. Paul Eisel und Sam Alves nahm er aus dem Spiel. Marian Hrusik wechselte von der Diagonal auf die Außenangreifer Position und Christopher Chapelle’II nahm dessen Position ein. Nun entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel aber es sollte an diesem Tag nicht sein. Moers machte die wichtigen Punkte und Lenard Exner bekam unser Block einfach nicht in den Griff. So jubelte der Gast über seinen 3:0 Auswärtssieg. Einzig John Pranger kam an die Form des Vortages und wurde so auch zu recht MVP.

 

 

Zwei tolle Spiele zeigte John Pranger auf der Mitte.Wenn seine Angriffe im Feld des Gegeners einschlagen ist das eine Augenweide

Mit dem Gefühl des tollen Spiels des Vortages war die Niederlage zumindest erträglich und der Blick nach vorn gerichtet.

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