Potential noch nicht ausgeschöpft

Das erste Spiel der neuen Bundesliga-Saison 2018/19 ist für die Jungs des VC Bitterfeld-Wolfen gespielt und irgendwie scheint sich die Geschichte zu wiederholen. Wie schon im letzten Jahr ging es für das Team an einem 16. September zum Auftakt direkt an die holländische Grenze nach Schüttorf. Und wie damals fiel leider auch das Ergebnis aus: 0:3 hieß es nach Abpfiff der Partie aus Sicht der BiWo´s.

Der reine Punktestand vermag zwar nicht wiederzugeben, in welcher Form sich beide Teams präsentierten, nach dem 16:25, 22:25 und 22:25 stand jedoch fest, wo der Trainingsschwerpunkt der BiWo´s in den kommenden Tagen liegen wird. Im Prinzip lagen beide Teams auf Augenhöhe und das Spiel hätte ganz anders enden können, wäre nicht eine ungewöhnliche Schwäche in der Annahme der Bitterfeld-Wolfener Jungs zu Tage getreten. Somit konnte das Team von Trainer Hans-Jürgen Kreft seine schnellen und großen Mitten nur schwer ins Spiel bringen.

Möglicherweise hat hier aber auch die lange Anfahrt über fast 5 Stunden ihren Tribut gefordert. Paul Eisel, der sich bis vor kurzem noch mit einer Erkältung rumschlagen musste, spielte zwar ein wirklich gutes Spiel, die Krankheit schien ihm in der Spitze dennoch ein wenig in den Knochen zu stecken. Auf einen der beiden Liberos, Michael Haßmann, musste das Team an diesem Tag verzichten, da ihm die Teilnahme arbeitsbedingt nicht möglich war. Auch hier ist wohl noch einiges an Potential liegengeblieben.

Spürbar waren noch einige Ecken und Kanten in der Abstimmung des neu formierten Teams. Hier gilt es einiges aufzuholen und für manchen, sich den Sand aus der Beachsaison vom Leib zu schütteln. Die relativ kurze Vorbereitungsphase reichte dafür, trotz gut organisierter Vorbereitungs- und Testspiele, noch nicht ganz aus.

Seine Prämiere feierte der achtzehnjährige Jungspund im Team, Lukas Pockrandt, der in allen drei Sätzen durch Wechsel zum Einsatz kam und ein solides Spiel zeigte. Mit ihm kam auch wieder etwas mehr Stabilität in die Annahme. Für die Arbeit gegen den gegnerischen Block muss sich der Sportschüler, welcher in der letzten Saison in der Regionalliga des USC Magdeburg spielte, jedoch noch einige Lösungen erarbeiten.

Dafür agierten insbesondere die Mitten auf der Bitterfeld-Wolfener Seite mit Jerome Ptok und Moritz Schüller, welcher auch im Aufschlag brillierte, mit einem sehr guten Block. Auch in der Abwehr traten die Jungs aus Bitterfeld sehr stark auf. Immer wieder konnten auch schwierige Bälle abgewehrt und im Spiel gehalten werden. Der Wechsel des Zuspielers vom schnellen Spiel des Travis Hudson zum höheren Zuspiel des Mirko Schneider, welcher an diesem Tag als MVP ausgezeichnet wurde, brachte vor allem mehr Angriffsdruck der großen Spieler im Team.

Bis zum ersten Heimspiel am 22.09.2018 19.00 Uhr in der Sporthalle Krondorf ist jetzt noch Zeit, die zu Tage getretenen Dinge anzugehen und das vorhandene, wahrlich gute Potential der Mannschaft auf´s Parkett zu bringen. Eine wichtige Voraussetzung dafür bringen die Jungs bereits selbst mit. Sie motivieren sich gegenseitig und werten Dinge schnell und konkret aus, so dass das Spiel gegen den USC Braunschweig schon die ersten Punkte auf´s Konto schütten könnte.

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