VC verliert Heimspiel 1:3 gegen SV Lindow- Gransee

Paul Eisel überzeugte in seinem ersten Bundesligaspiel und wurde gleich zum MVP

Der VC Bitterfeld- Wolfen hat das erwartet schwere Heimspiel gegen den SV Lindow- Gransee mit 1:3 verloren. Bereits am Donnerstag gab es eine Hiobsbotschaft, denn der beste Bitterfelder Außenangreifer Marian Hrusik knickte im Training um und fällt mindestens zwei Wochen aus.
Trainer Darko Despotovic ließ diesmal wieder John Pranger auf Diagonal anfangen. Sam Alves und Markus Knobloch auf der Mitte sowie Kapitän Rene Menzel auf Außen. Für den verletzten Marian Hrusik rückte so Ersatzspieler Paul Eisel erstmals in dieser Saison in die Startformation. Paul Eisel hatte in der Saison 2014-15 schon einmal im Kader gestanden aber dort hatte er nur ein paar Kurzeinsätze. Nun spielte er sein erstes komplettes Bundesligaspiel. Und alle waren sich einig ein sehr engagiertes Spiel von Paul Eisel gesehen zu haben. In Annahme, Angriff und Abwehr war er sogar der präsenteste und effektivste Spieler. Eine erstaunliche Leistung, wenn man bedenkt, dass er zwar schon länger auf diesem Niveau trainiert aber eben noch keine Spielpraxis hatte. Die war sogar dem Gästetrainer Jan – Philipp Marks nicht entgangen und kürte ihn zum MVP auf der Gastgeberseite.

Etwas ungläubig nahm er die Plakette entgegen und verriet mir danach, dass er von so etwas eigentlich nur geträumt hatte.
Allerdings konnte auch er die 1:3 Niederlage nicht verhindern. Satz eins und zwei ähnelten sich im Ablauf. Der VC Bitterfeld- Wolfen konnte sich eine gewisse Ausgeglichenheit erspielen. Lindow ließ aber in keiner Phase eine Schwäche erkennen. Eine gute Annahme und Zuspieler Matthias Penk ließ vergessen, dass Stammzuspieler Ole Schwerin verletzt zuschauen musste. Lindow spielte einfach kompakt, fast fehlerfrei und punktete vor allem oft durch eine gute Feldabwehr aus der K2 Situation. Jeweils zum Satzende gelangen Lindow- Gransee drei, vier Punkte im Stück und sicherten sich so einen klaren 2:0 Satzvorsprung.
Im dritten Satz keimte so etwas wie Hoffnung auf als Travis Hudson mit einer kleinen Serie ein 5:7 in eine 9:7 Führung drehte. Auf einmal machte Gegner auch einige Konzentrationsfehler. Der bis dahin bärenstarke Diagonalangreifer Lukas Hebling schwächelte auf einmal und wurde danach durch Felix Göbert ersetzt, der frischen Wind brachte. Diesmal schafften es die VC – Spieler aber den Vorsprung zu halten und schaffte mit 25:22 denSatzanschluß.

Travis Hudson machte eine solides Spiel.Er ist der einzige der momentan im Aufschlag richtig Druck auf den Gegner ausübt.

Aber die Hoffnung währte nicht lange. Lindow –Gransee spielte konzentriert wie zu Beginn. Außer bei Libero Michael Haßmann schwächelte nun die Annahme zu sehr. Rene Menzel hatte nicht seinen besten Tag erwischt und machte ungewohnt viele direkte Fehler. Über die Stationen 6:10, 9:16 und 13:20 war das Spiel zeitig entschieden.
Natürlich waren alle Spieler und Fans enttäuscht. Aber der SV Lindow- Gransee hatte dieses Spiel verdient gewonnen. Wieder einmal erwies sich der Aufschlag als zu schwaches Lüftchen. Vor allem die Aufschläge von Sam Alves, John Pranger würden jede Landesligamannschaft vor keine allzu großen Probleme stellen. Harte Kritik aber leider die Wahrheit.
Nun gilt es die die Köpfe frei zu bekommen und sich auf das wichtige Spiel im Abstiegskampf gegen Warnemünde in einer Woche zu konzentrieren.

Marian Hrusik wird da auf jeden Fall noch fehlen. Trainer Darko Despotovic kann zumindest wieder an der Seitenlinie stehen. Und so verließen beide zusammen am Samstag humpelnd die Turnhalle Krondorf.

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Sie müsseneingeloggt sein, um einen Kommentar schreiben zu können.